an der Kern- und Fruchtfleischfärbung, wobei die Kernfärbung alleine äußerst unsicher ist. Besser erkennt man die Reife am Aufhellen des Fruchtfleisches vereint mit der artspezifischen Aromaentwicklung und der Schalenfärbung,
am breiten, tiefen Kelch, die Erhebungen rund um den Kelch liegen weit auseinander. Äpfel mit spitzer Kelchform und engem Kelchgruben sind noch nicht ausgereift (ausgenommen Sorten wie Cox Orange, Renette, Alkmene usw.),
daran, dass das Trennungsgewebe zwischen Fruchtstiel und Fruchtholz schon ausgebildet wird und sich die Früchte leichter pflücken lassen. Beim Drehen der Frucht soll sich der Fruchtstiel vom Fruchtholz und nicht von der Frucht lösen.

Tipps zum Einlagern

Damit die Früchte möglichst lange halten und baumfrisch aussehen, genügt es nicht, nur auf den richtigen Erntezeitpunkt zu achten. Alle Früchte, die für den Winter eingelagert werden, müssen vollkommen gesund, frei von Druckstellen, Beschädigungen, Fäulnis etc., durchschnittlich in der Größe – der Art entsprechend, voll entwickelt und pflückreif sein.
Niemals sollten Äpfel und Kartoffeln nebeneinander lagern. Der Reifeprozess schreitet im Lager fort. Dabei wird ein Gas, nämlich Äthylen, frei. Dieses Gas bewirkt eine Reifebeschleunigung bei den Äpfeln und einen verstärkten Austrieb bei den Kartoffeln. Im Keller lagert Obst dann am günstigsten, wenn er gut belüftet ist. Die Temperatur sollte zwischen 3° und 8° C betragen. Ideal wäre eine Luftfeuchtigkeit um 90 %. Am besten werden die Äpfel einlagig auf Holzstelllagen aufgelegt. So kann man mit einem Blick beginnende Lagerschäden feststellen, also immer wieder aussortieren. Natürlich kann man Obst auch in Steigen, Obstkartons und Styroporboxen lagern (letztere müssen Luftlöcher haben).
Am besten eignet sich ein Naturkeller oder ein Keller mit Lehmboden. Keller mit Estrich oder Betonböden sind weniger geeignet. Wer jedoch den Boden öfter ansprüht und so die Luftfeuchtigkeit erhöht, wird auch hier gute Erfolge haben. In zentral geheizten Häusern werden die Äpfel schnell schrumpelig. Mit einem Trick kann man das verhindern. Das Obst wird in spezielle Plastiksäcke (PAE Polyäthylensäcke lebensmittelecht mit Luftschlitzen) eingefüllt. Die Wasserverdunstung (Schrumpelung) wird so herabgesetzt. Die Säcke werden aber erst ein paar Tage nach dem Füllen verschlossen. Bei der weiteren Reife am Lager verbrauchen die Äpfel Sauerstoff und geben CO2, das vorhin bereits erwähnte Äthylen und Wasser ab. Sind nun die Säcke verschlossen, fehlt der Sauerstoff, zusätzlich hemmt das eigene CO2 den weiteren Reifevorgang. Das verdunstete Wasser bildet einen feinen Niederschlag innen an der Folie, der uns aber nicht weiter stört. Von Zeit zu Zeit sollten die Säcke geöffnet und kontrolliert werden. Wer normale PAE-Säcke verwendet, sollte einige Löcher in die Folie stechen, damit das überschüssige CO2 entweichen kann. Zu hohe CO2-Konzentrationen können unter anderem für das Braunwerden des Fruchtfleisches verantwortlich sein. Man muss das Obst nicht in Säcke füllen. Es genügt auch, eine Obststeige mit Folie auszulegen. Auch bei der Folienlagerung ist es notwendig, kühle Lagertemperaturen einzuhalten.